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BARF-FAQs

Woher beziehen?

Die Möglichkeiten woher man das Fleisch beziehen kann sind vielfältig.

 

Von örtlichen Barfshops, über Metzger/Schlachter, im Supermarkt oder in speziellen Onlinebarfshops, die das Fleisch gefrostet verschicken, ist alles möglich.

Welche Möglichkeiten man letztendlich nutzt sind persönliche Entscheidungen.
Beim Metzger ist oft alles frisch, man bekommt
"Abfälle" günstiger, die Auswahl kann aber (wie im Supermarkt) eingeschränkt sein. Gerade was Innereien und Knochen angeht.
 

Der Onlinebarfshop dagegen ist mit wenig Aufwand verbunden, die Auswahl ist oft groß. Das Fleisch wird gefrostet geliefert, ab einer gewissen Mindestbestellmenge ist das Einhalten der Kühlkette gut möglich (in der Regel 7-10kg Mindestbestellmenge).
Zumindest im Sommer empfiehlt es sich aber per Express (und damit meistens in Verbindung höherer Versandkosten) zu bestellen um eine gefrorene Auslieferung zu garantieren.

 

Die Styroporboxen, die zum Versand genutzt werden, können bei vielen Shops zurückgeschickt werden. Oder aber man spendet diese an den örtlichen Tierschutz.
Je nach Größe eignen sich diese gut als isolierte Winterlager für Kleintiere oder Katzen, die draußen streunen.

Aufbewahrung/Auftauen?

Empfehlenswert ist immer das Auftauen im Kühlschrank, dieser Prozess kann je nach Menge etwa 12-24 Stunden betragen. Nun hat man gerade beim Vorportionieren oft größere Mengen.
Dabei empfehle ich im kalten Wasserbad aufzutauen, zum Beispiel in der Badewanne.


Bei allen Auftauprozessen sei gesagt: Nie luftdicht verschlossen auftauen lassen. Deckel der Dose öffnen, Fleischpackung anschneiden, Fleisch in einer Schüssel auftauen lassen. Taut man unter Luftabschluss auf, hat ein gefährlicher Keim freie Fahrt: Clostridium botulinum. Die vom Keim produzierten Giftstoffe können für Hund und Katze massive Gefahren bieten.
 

Aufbewahrung ist in allen Variationen möglich: Im Gefrierbeutel, alte Marmeladengläser, Gefrierdosen und viele weitere Möglichkeiten. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
Ist auch immer etwas abhängig davon wieviel Lagerfläche man hat.
So verbrauchen Dosen und Gläser mehr Platz als geschickt eingefrorenes Fleisch zu "Platten" gedrückt.

Auftauen und wieder einfrieren?

Dieser Rat ''nach Auftauen nicht wieder einfrieren", "sofort verzehren" findet sich auch auf allen Packungen und so hat man es von Mama, Papa, Oma und anderen gelernt.
Hier liegt aber eine EU-Richtlinie vor, die aus Haftungsgründen aufgedruckt wird.
 
Wenn Gefrorenes zu oft/nicht richtig aufgetaut und wieder eingefroren wird geht dies mit Qualitätsverlust einher. Die Farbe verändert sich, Konsistenz und Aussehen durchaus auch. Heißt aber nicht, dass es schlecht ist.
 
Wichtig ist, dass das Fleisch nicht schmierig ist, sich beim Anfassen nicht schwammig anfühlt. Geruch ist abhängig von der Fleischsorte, genau wie die Farbe, süßlich sollte es allerdings nie riechen.

Kostenfaktor

Befasst man sich mit dem Thema BARF, so stolpert man meist am Anfang über die Frage "Wieviel kostet das?"

 

Nun, von ein paar Faktoren ist es abhängig, in der Regel aber ist es zumindest nicht teurer als die Ernährung mit Fertigfutter.
Faktoren, die die Kosten beeinflussen: Größe, Aktivität, körperlicher Zustand (intakt/kastriert) des Tieres, Qualität des Fleisches (Massentierhaltung oder Bio/Weidefleisch), gewisse Erkrankungen, welche einer speziellen Diät bedürfen.

Aufwand

Ein wenig mehr Aufwand als eine gewisse Menge Trockenfutter in den Napf zu packen ist es sicherlich, trotz allem lässt sich das Füttern mit BARF in der Regel gut in den Alltag integrieren.
 

Der zeitliche Aufwand hier um 5 Katzen mit 30kg Fleisch pro Monat zu versorgen: 4-6 Stunden. Ich mische und portioniere hier immer etwa einmal pro Monat.
Bei größeren Hunden ist der Aufwand oft ein anderer, wenn nach Wochenplan gefüttert wird. Da fällt großes Vorportionieren in der Regel weg.

 

Und eins ist ganz sicher: Wofür man am Anfang über eine Stunde benötigt geht mit Routine irgendwann in nur der Hälfte der Zeit.

Muss es BIO sein?

Die Auswahl an BIO-Produkten vergrößert sich, auch im Bereich von BARF, zusehends. Und gerade beim Barfen haben wir die Möglichkeit zu wählen, während in den Fertigfuttern in der Regel kein BIO-Fleisch verarbeitet wird (ausser es ist explizit als BIO deklariert).

 

Woher man das Fleisch bezieht muss jeder für sich entscheiden. Faktoren wie Kosten, Beschaffungsmöglichkeiten etc. müssen berücksichtigt werden, für jeden individuell. Auch in wie weit der Einzelne darauf Wert legt.

Roh - aggressiv?

Ein Gerücht, welches mich immer wieder zum Schmunzeln bringt. Rohes Futter soll Hund/Katze aggressiv machen. Hört man immer wieder, wenn man stolz berichtet nun zu den Rohfütterern zu gehören.

 

Bis heute gibt es allerdings keine Nachweise, die dieses Gerücht untermauern könnten. Andersherum gibt es viele genügend aggressive Tiere, die mit Fertigfutter ernährt werden.

 

Der Freigänger, der schon immer Rohes in Form von Beutetieren gefressen hat mutiert nicht zum aggressiven Samtpelz, nur weil er zu Hause nun auch rohes Futter bekommt. Der liebe Hund wird nicht zum aggressiven Beisser, nur weil er nun gebarft wird.

 

Wichtig ist aber: Kommt es zu einer Verhaltensveränderung, immer schauen woher. Aggression kann durchaus durch Schmerzen ausgelöst werden. Da kann noch das bisher sanfteste Tier zur „Bestie“ werden, ohne ein Zutun der Ernährung zu haben.
Ist es nichts Körperliches, haben Tierarzt und/oder Tierheilpraktiker geschaut, einen Verhaltensexperten ins Boot holen und gemeinsam nach Ursache und Lösung suchen.

Knochen - Verletzungsgefahr?

Knochen splittern, Knochen verletzten den Verdauungstrakt. Heißt es immer wieder und viele sind beim Thema Knochen deshalb sehr unsicher.

 

Bei erhitzten Knochen (gekocht, gebacken etc.) besteht die Gefahr von Verletzungen tatsächlich. Erhitzte Knochen werden nämlich porös und spröde, dann splittern sie tatsächlich und können lebensgefährlich werden. Früher fütterte man ja doch mal die Reste vom gebackenen Hühnerflügel an die Tiere – teilweise mit fatalen Folgen.

 

Was bei der Knochenfütterung passieren kann ist Knochenkot.
Der Kot des Tieres ist in diesem Fall sehr fest, weißlich, oft haben sie Absatzprobleme. Meistens passiert es, wenn zu viele Knochen auf einmal gefüttert werden. Welche Menge zu viel ist, ist bei jedem Tier aber individuell. Der eine verträgt es, wenn dreimal pro Woche Knochen gefüttert wird, der andere benötigt täglich seine Portion und würde bei dreimal pro Woche bereits Knochenkot zeigen.

 

Füttert man keine Knochen müssen Calcium und gegebenenfalls andere Mineralien ergänzt werden, zum Beispiel durch Knochenmehl. Die genaue Dosierung muss individuell im Futterplan berücksichtigt werden.

Innereien sind doch Ausscheidungsorgane?

Innereien sind Ausscheidungsorgane. Das bedeutet sie filtern im Körper das Blut und transportieren Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe nach draußen. Die Niere über den Urin, die Leber über die dort gebildeten Gallensäfte.
Nun bedeutet das aber nicht, dass Leber und Niere dementsprechend viele Gifte enthalten, denn sie speichern sie nicht.

 

Innereien sind wichtig auf dem Speiseplan unserer Tiere, denn sie sind wahre Nährstoffbomben. Ohne Innereien bekommt man eine BARF-Mahlzeit kaum vollwertig, außer man setzt diverse Supplemente und Zusätze ein.
Allerdings sollte man eine natürliche Ergänzung der Nährstoffe über Innereien immer bevorzugen (außer man muss sie krankheitsbedingt kürzen zum Beispiel).

Keime und Parasiten? Entwurmen?

Salmonellen auf dem Hühnerfleisch, Würmer im Fleisch, Infektionsgefahr!
 

Doch Hunde und Katzen sind da (in aller Regel) gar nicht so empfindlich wie wir Menschen. Die Magensäure ist aggressiver und der kurze Darm mit dem richtigen Milieu bietet auch wenig Angriffsfläche.

Bei der Verarbeitung vom Futter unserer Tiere reicht für uns normale Küchenhygiene völlig aus.


Das Fleisch stammt in aller Regel auch aus der Produktion für unsere Nahrungsmittel. Nur während wir dem mageren Rinderfliet den Vorzug geben, freuen sich Hund und Katze auch über das durchwachsene, zähere Fleisch.

 

Empfehlenswert ist es auch, den Kot erst auf Parasiten testen zu lassen und nur bei positivem Befund zu entwurmen.
Auch über mich ist es möglich Kotproben in ein Labor zur Untersuchung zu schicken. 

BARF bei Welpen/Kitten besonders?

Oft besteht gerade bei der Fütterung von Jungtieren Unsicherheit, welche zumeist von außen noch geschürt wird.

Aber weder müssen Welpen/Kitten eine gesonderte Ernährung erhalten, noch ist es unmöglich sie mit BARF aufzuziehen.
Jungtiere decken ihren erhöhten Nährstoffbedarf grob gesagt mit einer erhöhten Futtermenge. Proportional zu ihrem Gewicht fressen sie mehr als ausgewachsene Tiere.
So kann ein Welpe von 10kg eine Futtermenge von 600g (6% des Körpergewichts an Futtermenge) haben, und ausgewachsen mit 30kg dann auch wieder 600g (2%).

BARF bei Krankheiten?

Bei Krankheiten, akut wie chronisch, kann man durchaus weiter barfen oder eben darauf umstellen. Gegebenenfalls macht es zu Beginn Sinn, das Futter zu kochen und erst nach einer Weile das Tier auf roh zu gewöhnen.


Bei manchen Krankheiten müssen gewisse Dinge im Futter angepasst werden. Aber gerade BARF bietet den Vorteil individuell auf Tier und Krankheit reagieren zu können.

Verweigerung?

Ein Problem, das vor allem die Katzenhalter nur zu gut kennen.

Man serviert stolz das mühsam zusammengestellte Futter und wird angeschaut als wollte man die Samtpfote vergiften.

Manche Hunde stellen sich da aber auch recht ähnlich an. Die Hunde haben allerdings einen Vorteil. Hungern schadet ihnen in der Regel nicht (nur den Besitzern, die darunter leiden). Katzen dagegen können durchaus schwere gesundheitliche Probleme davontragen, wenn sie fasten müssen. Eine gesunde und ausgewachsene Katze sollte nie länger als 24 Stunden hungern, Jungtiere, übergewichtige und kranke Katzen noch weniger.
 

Nach dem Ausschluss körperlicher Ursachen (zum Beispiel Magen-/Darmbeschwerden, andere Erkrankungen) kann man weiterschauen warum gemäkelt wird.
Wurde der Futterlieferant geändert? Hat man andere Zutaten genutzt? Kleine Dinge, die uns kaum auffallen können gerade bei Katzen bereits zum Verweigern führen.

 

Eine Futterumstellung benötigt Geduld, Zeit, Hartnäckigkeit und eine positive Einstellung. Aber damit bekommt man noch (fast) jede Katze umgestellt.

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© Mandy Kneeland