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Ein bisschen Übergewicht ist doch nicht schlimm?!

Das Bild unserer Tiere hat sich verändert. Normalgewichtige Tiere wirken oft zu dünn, da man im Kopf immer das Bild eines leicht übergewichtigen Tieres als ''Normal'' abgespeichert hat.

 

Doch wenn man sich überlegt was 2kg Übergewicht für eine Katze mit einem Normalgewicht von 5kg bedeuten wird einem schnell klar: das kann nicht gesund sein.

Die Folgen von Übergewicht bei Tieren können ähnlich sein wie die von uns Menschen: Diabetes, Herzerkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Arthrose und Verdauungsstörungen. Unter anderem.

 

Um solche Erkrankungen zu vermeiden, bzw. das Entstehungsrisiko zu minimieren sollte man Übergewicht nicht erst bekämpfen, wenn es schon lange so war, das Tier alt und krank ist, sondern schon frühzeitig und in jungen Jahren. Natürlich lohnt sich der Kampf später auch noch – nur leichter wird er dadurch nicht.

Bewusst machen was man füttert und vor allem: in welcher Menge?
Gerade Hunde fehlt oft das Sättigungsgefühl, wie sie es von ihren Vorfahren, dem Wolf, vererbt bekommen haben.
Dieser kann durchaus große Mengen fressen, aber oft frisst dieser nicht jeden Tag. Denn nicht jeden Tag kann er Beute machen und er bewegt sich weitaus mehr, legt oft große Strecken zurück auf seiner Suche nach neuer Beute.
Das Hunde deshalb durchaus mehr und mehr wollen hat also nichts mit "es fehlt" etwas zu tun.
Die Katze ist da etwas anders. Gerade wenn sie als Kitten immer genug zur Verfügung hatten, nie "hungern" kennenlernen mussten haben sie durchaus ein natürliches Sättigungsgefühl (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel).

 

Ein ganz großes Problem für Hunde und Katzen: Die Leckerlies.
Es ist einem manchmal gar nicht bewusst, welche Massen man täglich als Leckerlies gibt. Für jedes Sitz, jedes Platz oder einfach weil sie so süß sind.
Dann gibt’s von Tante Gerade und Onkel Harald noch eine Kleinigkeit unter dem Tisch beim Sonntagsbesuch.
Und schon ist der Tagesbedarf an Kalorien (Energie) fast gedeckt. Und mit dem Futter passiert was? Es wird gespeichert für schlechte Zeiten -> Übergewicht entsteht.

 

Und dann das Futter allgemein: Trockenfutter ist, wenn man sich die Energiedichte (also das kcal/100g) berechnet eine wahre Kalorienbombe.
Der in der Regel immens hohe Kohlenhydratanteil ist da nicht ganz unschuldig. Aber auch Nassfutter (und nicht optimal gestaltetes BARF) kann helfen die Kilos eher auf- als abzubauen.

 

Fehlende/mangelnde Bewegung tut sein Übriges.

Wie also nun "Kampf den Kilos"?

Zu allerersteinmal gehört eine Abklärung über Tierarzt und/oder Tierheilpraktiker gemacht. Liegt eine Erkrankung zugrunde, die den Prozess des Stoffwechsels stört (Schilddrüsenerkrankungen, Cushingsyndrom und andere)?

 

Die Ernährung sollte in jedem Fall optimiert werden. Nun bringt eine Radikaldiät a la FDH (Friss die Hälfte) nichts. Auch hungern lassen ist nicht das Wahre (und bei Katzen mit ihrem besonderen Stoffwechsel kann es gar gefährlich werden!). Fettarm bringt auch wenig (Fett ist der Hauptenergielieferant unserer Tiere).
Eine Gewichtsabnahme von etwa 1-2% pro Woche sollte angestrebt werden.
Der 42kg Hund sollte in der Woche also etwa 500g abnehmen, die 7kg Katze etwa 100g. Langsamer ist hier aber nicht als schlecht anzusehen. Solange es langsam, aber stetig zur Abnahme kommt.
Diese Menge sollte auf das neue Gewicht immer runtergerechnet werden.

 

Eine langfristige Umstellung auf artgerechtes Futter (in diesem Fall kann ich natürlich das BARF nur wärmstens empfehlen) oder ein hochwertiges Nassfutter ist quasi Pflicht.
Ein moderater Fettanteil beim BARF ist notwendig (>10% Gesamtfuttermenge).

Es ist gerade bei schwer übergewichtigen Tieren sinnvoll in Teilschritten zu arbeiten. Die Futtermenge des 42kg Labradors mit einem Idealgewicht von 30kg wird also langsam reduziert.
So kann man als ersten Teilschritt die Futtermenge beispielsweise für einen 37kg Hund berechnen.
Hat er die 37kg (fast) erreicht, geht man einen nächsten Teilschritt auf 33kg runter und so weiter.
So geht man auch bei der Katze vor.

 

Die Leckerliefütterung muss beschränkt werden. Das oben erwähnte Trockenfutter als Energiebombe ist relativ bekannt. Aber auch Trockenfleisch ist nicht unproblematisch. So sind 10g Trockenfleisch mit etwa 30-40g rohem Fleisch gleichzusetzen. Dies sollte, wenn Leckerlies gewünscht oder benötigt werden in die Kalkulation der täglichen Futtermenge berücksichtig werden.

 

Die Menge an Bewegung sollte erhöht werden. Als dem Couch-Potatoe Labrador sollte nun aber nicht direkt ein Marathonläufer gemacht werden.
Langsam aber stetig die Bewegung erhöhen, die Gassirunden verlängern. Beginnen Sie mit 10 Minuten am Fahrrad traben lassen, nicht direkt eine Stunde.

Auch die Katze sollte mehr Bewegung erfahren. Handelt es sich um Wohnungskatzen sollte man versuchen mit Reizangeln und ähnlichem mehr Bewegung zu geben. An die Wand montierte Bretter, sogenannte "Catwalks" animieren oft zum Springen und Erforschen.

 

Wichtig ist auch das Hund oder Katze regelmäßig gewogen werden um eine stetige Kontrolle über Gewicht und Abnahme zu haben.

Es ist zu schaffen, dem Hund oder der Katze zur Gewichtsabnahme zu helfen, wenn man konsequent ist. Wichtig ist einem möglichen Betteln nicht nachzugeben und doch wieder vermehrt zur Leckerliedose zu greifen.

 

Sollten Sie Fragen zu Übergewicht, Gewichtsabnahme oder anderen Punkten haben, dürfen Sie sich gerne bei mir melden.
Ich erstelle auch Ernährungspläne für übergewichtige Tiere, begleite Sie und Ihr Tier in der Abnehmphase.

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© Mandy Kneeland